Cambodia part I

May 1, 2016

 

 

Als ich in Kambodscha ankam und bereits einige schreckliche Stories über das Land im Minibus gehört hatte, habe ich mich erstmal gewundert, dass mich der erste Tuk-Tuk Fahrer den ich traf nicht abzocken wollte. Also hab ich ihm kurzerhand das doppelte vom verlangen Preis bezahlt, was er partout ablehnte und ich ihn erstmal überreden musste die Kohle zu behalten. So startete ich noch blauäugiger, als ich sowieso schon bin in meinen Aufenthalt in Siem Reap.

Ich fand schnell heraus, dass man alleine in der Touristen-Gegend das perfekte Opfer für hunderte von Geldgeiern ist. Nach unzähligen "no, thank you" und Frauen, die sich mir in den Weg stellten währen sie meine Arme festhielten, ließ ich mich zu einer Ölmassage überreden.

Das kannte ich ja schon aus Thailand: einfach top nach einem Tag bei durchgehend 40 Grad im Schatten und X Stunden im Minibus. Ich folgte der Dame vorbei an allen anderen Touristen im Erdgeschoss in den ersten Stock. Dort war es recht gemütlich und angenehm kühl. Als sie dann verlangte, dass ich mich komplett entkleiden solle, wurde ich schon etwas stutzig. Ich verneinte und meinte, dass es doch keinen Sinn mache, wenn ich jetzt komplett nackt sei. Sie insistierte auf die komplette Entkleidung meinerseits, denn sonst würde ja meine Unterwäsche voller Öl werden. "Just cover my shorts with a towel, what´s the problem?" entgegnete ich höflich. Es kamen keine weiteren Widerworte und ich bzw. meine Shorts wurden mit dem Handtuch bedeckt, dass sie sowieso schon in der Hand hielt. Anschließend meinte sie, dass ich nun 8 Dollar zahlen solle. "Why 8 dollars? You said 4 dollars for 30 minutes." - "because you get massage by two girls". Plötzlich befand sich eine zweite asiatische Dame im Raum. Wie sie unbemerkt in die kleine Kabine gelangte ist mir immer noch ein Rätsel. Jedoch lag sie schon grinsend neben mir. Ich protestierte, dass eine Massage mit zwei Frauen doch keinen Sinn mache, sowieso völlig übertrieben ist und außerdem waren 4 Dollar abgemacht. Sichtlicht enttäuscht verließ Massage-Wingwoman den Raum. Nun hieß es plötzlich, ich solle im Voraus zahlen. Das kannte ich bisher noch nicht, aber wenn das hier so üblich ist - gerne. Unmittelbar danach begann die schlechteste Massage meines Lebens. Nach gefühlten zwei Stunden - es waren vermutlich nur 5 Minuten - meinte sie, ich solle mich nun auf den Rücken legen. Ich gehorchte. Kaum hatte ich die Position gewechselt hatte sich die Hand der Massage-Dilettantin zwischen meine Beine verirrt. Mir kam sofort der leise Verdacht, dass das kein Versehen war. Was sie mir auch unmittelbar mit der Frage, ob ich dort eine Massage wolle, bestätigte. Es war dann doch wieder Zeit für ein "no, thank you". So schnell ließ sie aber nicht locker - im wahrsten Sinne des Wortes. "Are you sure?" fragte sie unbeirrt, ein deutliches "YES I AM!" überzeugte sie dann doch, Ihre Hände weiter unbeholfene Massage-Bewegungen imitieren zu lassen und zwar nicht in meinem Genitalbereich. Die restliche Zeit lag eine peinliches Schweigen in der Luft. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als den Raum verlassen zu dürfen. Ich durfte. Endlich. Schnell zurück ins Hostel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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